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Part Indicator - Der Assistent für Profi-Bieger

: Trumpf


Die Blechverarbeitung & Montage Zerbst GmbH bietet seinen Kunden anspruchsvolle Formen, exakte Ecken, enge Radien und Rundungen. Biegen ist jedoch eine knifflige Sache. Geeignete Mitarbeiter dafür zu finden auch. Die Option Part Indicator von Trumpf soll die anspruchsvolle Arbeit vereinfachen. Von Monika Unkelbach, Die Magaziniker

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Je eine Kamera vor und hinter dem Pressbalken nimmt die Einlegeposition auf und fügt sie in Echtzeit zu einem Gesamtbild zusammen. (Bilder: Trumpf / Andreas Stedtler)

Je eine Kamera vor und hinter dem Pressbalken nimmt die Einlegeposition auf...

Bei der Blechverarbeitung & Montage Zerbst GmbH (Z-Blech) gibt es einen klaren Fokus: Seit 21 Jahren hat sich das Unternehmen auf die Konzeption, Entwicklung und Fertigung von Bauteilen und Komponenten für den Maschinenbau spezialisiert. Ebenso geradlinig ist der Maschinenpark des Unternehmens mit Sitz in Zerbst/Anhalt (D) angelegt. Seit Jahren setzt Z-Blech Laser- und Biegemaschinen von Trumpf ein. „Wir haben hier eine Grundsatzentscheidung getroffen und uns in Summe für drei TruBend 5170 im Austausch für ältere Bestandsmaschinen auch eines anderen Herstellers entschieden. Die Festlegung auf einen einzigen Lieferanten macht die Arbeitsvorbereitung, die Programmierung und das Werkzeughandling wesentlich einfacher und das ist uns wichtig“, veranschaulicht Geschäftsführer Joachim Gerland.

Komplexe Teile, kleine Losgrößen

Z-Blech bietet neben Laserschneiden und Biegen auch Schweißen, Pulverbeschichtung und Montage an. „Außerdem haben wir eine eigene Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung“, ergänzt Gerland und fährt fort: „Rund 20 Mitarbeiter unterstützen unsere Kunden von der Konzeption bis zur Serienfertigung ihres Auftrags. Sie profitieren von unserem über die Jahre erworbenen fundierten Maschinenbau-Know-how.“

Gefertigt werden in Zerbst komplexe Baugruppen wie Energiecontainer, Maschineneinhausungen und -verkleidungen, aber auch individuelle Einzelteile und Sonderlösungen. „Wir arbeiten in der Regel in Losgröße 1. Die Teile sind manchmal klein und einfach zu fertigen, aber wir steuern auch viele
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Der Part Indicator ist erst wenige Monate im Einsatz. Trotzdem ist die Fehlerquote schon spürbar gesunken.

Der Part Indicator ist erst wenige Monate im Einsatz. Trotzdem ist die Fehlerquote...

große, sehr komplexe Baugruppen durch unsere Produktion. Generell zählt für unsere Kunden neben der Qualität Flexibilität und Schnelligkeit“, erklärt Gerland.

Unbestechlicher Beobachter

Schnelligkeit und Fehler vertragen sich nicht, vor allem, wenn unterschiedlichste Baugruppen in Losgröße perfekt getaktet durch die Produktion laufen. „Als Trumpf uns daher die neue Option Part Indicator vorstellte, griffen wir zu und bestellten die dritte TruBend 5170 mit diesem Zusatzfeature“, schildert der Geschäftsführer.

Der Part Indicator von Trumpf besteht aus je einer Kamera vor und hinter dem Pressbalken. Legt der Bediener ein Teil ein, nehmen die Kameras die Einlegeposition auf. In Echtzeit werden beide Bilder zu einem Gesamtbild zusammengefügt und auf einem zusätzlichen Bildschirm über der Maschinensteuerung angezeigt. Der Bediener sieht die Ist- und die Soll-Einlegeposition, erkennt eine eventuelle Abweichung und kann entsprechend korrigieren.

„Bei der Vielfalt der Teile, die unsere Mitarbeiter täglich fertigen, ist das eine zusätzliche Kontrolle, die Sicherheit bringt. Auch beim Rechts-/Linksthema ist die Kamera nützlich. Bei Teilen, die nahezu symmetrisch sind, besteht immer die Gefahr, dass Mitarbeiter sie falschherum einlegen. Das erkennt der Part Indicator“, erklärt Gerland.

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Seit über zwei Jahrzehnten fertigt Z-Blech Bauteile und Komponenten für den Maschinenbau. Neben kleinen und filigranen Teilen durchlaufen auch große komplexe Teile die Produktion.

Seit über zwei Jahrzehnten fertigt Z-Blech Bauteile und Komponenten für den...

Mit Sicherheit perfekte Teile

Bei Z-Blech muss der erste Biegevorgang sitzen, denn es werden nur die benötigten Stückzahlen produziert. „Wenn ein fertig geschnittenes Teil an der Biegemaschine falsch gebogen wird, müssen wir es in einem zusätzlichen Prozess zeitnah und schnell nachfertigen. Ins Geld geht das Ganze dann, wenn erst unsere Mitarbeiter an den nachfolgenden Schweißarbeitsplätzen feststellen, dass ein Winkel nicht korrekt ist, beziehungsweise ein Teil in falscher Richtung gebogen wurde“, so Gerland.

Mit dem Part Indicator hat sich die Fehlerquote an der Biegemaschine deutlich verringert. Das freut Joachim Gerland: „Die Maschine mit der Sicherheitsoption ist seit einem dreiviertel Jahr im Einsatz. Und obwohl wir speziell an dieser Maschine sehr häufig neue Mitarbeiter einsetzen, ist der Rückgang an Fehlern signifikant.“

Clevere Ausbildungsassistenten

Für den Geschäftsführer ist der Part Indikator eine perfekte Ergänzung zu dem Sicherheitsgesamtpaket, das die TruBend 5170 bietet. „Wir haben alle drei Maschinen mit Biegehilfen und dem Winkelmesssystem ACB ausgestattet und erleichtern damit unseren Bedienern die Arbeit.“ Eine große Hilfe sind auch die intuitive Steuerung sowie die 3D-Visualisierung der Programmiersoftware TechZone Bend. „Unsere Mitarbeiter müssen nicht mehr darüber nachdenken, wie aus einem 2D-Teil ein 3D-Teil wird. Sie sehen es innerhalb weniger
Sekunden auf dem Bildschirm“, betont Gerland.

Gute Bieger zu finden, ist in Zeiten des Fachkräftemangels nicht einfach. Und selbst wenn es gelingt, benötigen Mitarbeiter eine Einarbeitungszeit. „An diesem Problem können wir mittelfristig nichts ändern. Aber es ist ein guter Ansatz, die Bedienung der Maschinen zu vereinfachen und durch Assistenzsysteme sicherer zu machen. Der Part Indicator erhöht für uns die Chancen deutlich, auch Einsteiger bei einer relativ komplizierten Technologie wie dem Biegen künftig schneller anzulernen und produktiv arbeiten zu lassen“, so Gerland abschließend.

Je eine Kamera vor und hinter dem Pressbalken nimmt die Einlegeposition auf und fügt sie in Echtzeit zu einem Gesamtbild zusammen. (Bilder: Trumpf / Andreas Stedtler)
Der Part Indicator ist erst wenige Monate im Einsatz. Trotzdem ist die Fehlerquote schon spürbar gesunken.
Seit über zwei Jahrzehnten fertigt Z-Blech Bauteile und Komponenten für den Maschinenbau. Neben kleinen und filigranen Teilen durchlaufen auch große komplexe Teile die Produktion.
Joachim Gerland (links), Geschäftsführer der Blechverarbeitung & Montage Zerbst GmbH, setzt auf Maschinen von Trumpf. Mit ein Grund dafür: Mit Entwicklungen wie der Option Part Indicator für die TruBend 5170 erleichtert er seinen Mitarbeitern das Arbeiten und profitiert von einer niedrigeren Fehlerquote.
Die Option Part Indicator gibt auch Biegeeinsteigern und neuen Mitarbeitern mehr Sicherheit beim Biegen.
Joachim Gerland, Geschäftsführer der Blechverabeitung & Montage Zerbst GmbH.
Joachim Gerland (links), Geschäftsführer der Blechverabeitung & Montage Zerbst GmbH, ist begeistert vom Sicherheitsgesamtpaket der TruBend 5170: „Damit erleichtern wir unseren Mitarbeitern die Arbeit.“


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Bericht in folgenden Kategorien:
Abkantpressen, Biegesoftware

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