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Produktiver Sägen durch Roboteranbindung

: Kasto


Automatisierung und Robotik sind in der Metallverarbeitung rasant auf dem Vormarsch – auch in der Sägetechnik. Robotergestützte Systeme übernehmen im Anschluss an den Sägeprozess immer mehr Arbeitsschritte – von der Entnahme der Abschnitte über Entgraten, Wiegen, Zentrieren und Markieren bis hin zum Sortieren und Abstapeln auf Paletten oder in Behälter. Anwender können damit ihre Fertigung deutlich flexibler und leistungsfähiger gestalten, die Arbeitsbedingungen verbessern und die Betriebskosten senken.

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Automatisierung und Robotik sind in der Metallverarbeitung rasant auf dem Vormarsch – auch in der Sägetechnik. (Bilder: Kasto)

Automatisierung und Robotik sind in der Metallverarbeitung rasant auf dem Vormarsch...

Ob im Stahlhandel, der Automobil- und Zulieferindustrie oder im Maschinen- und Anlagenbau: Metallverarbeitende Unternehmen quer durch sämtliche Branchen sehen sich seit Jahren steigenden Anforderungen gegenüber. Um langfristig bestehen zu können, sind daher Lösungen gefragt, die unterschiedliche Produktionsaufgaben variabel und leistungsfähig, aber auch effizient umsetzen können.

Vielfältiger für Roboter-Einsatz

Die Sägetechnik bietet dafür ein großes Optimierungspotenzial. Immer mehr Anwender vertrauen darauf, einzelne Arbeitsabläufe rund um den Sägeprozess intelligent zu vernetzen und mit Roboter-Unterstützung zu automatisieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Industrieroboter arbeiten schnell, zuverlässig und präzise – wenn es sein muss auch 24 Stunden am Tag und ohne menschliches Zutun. Sie werden weder müde noch krank – und zudem sind sie mit den entsprechenden Werkzeugen äußerst vielseitig. „Wir können mittlerweile nicht nur verschiedene Handhabungs- und Transportaufgaben, sondern auch zahlreiche Bearbeitungsschritte effizient robotergestützt realisieren“, beschreibt Volker Bühler, Gruppenleiter TB Robotik beim Säge- und Lagertechnik-Spezialisten Kasto, in Österreich vertreten durch Schachermayer.

Die Automatisierung fängt schon bei der Materialzuführung an: Mithilfe der passenden Fördertechnik, z. B. Rollenbahnen oder Magazine, gelangt das zu sägende Rohmaterial in die Maschine. Das vermeidet mühsames Heben und Tragen und verringert die Verletzungsgefahr für die Mitarbeiter. Der Sägevorgang selbst läuft bei entsprechender Ausstattung der Maschine ebenfalls mannlos ab – unterstützt durch
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Robotergestützte Systeme übernehmen im Anschluss an den Sägeprozess immer mehr Arbeitsschritte – von der Entnahme der Abschnitte über Entgraten, Wiegen, Zentrieren und Markieren bis zum Sortieren und Stapeln.

Robotergestützte Systeme übernehmen im Anschluss an den Sägeprozess immer...

einen automatischen Materialvorschub und eine intelligente Maschinensteuerung, die anhand der Auftragsdaten sämtliche Parameter wie Abschnittlänge oder Schnittgeschwindigkeit selbstständig einstellt. Moderne Produktionssägen können so verschiedene Aufträge mit unterschiedlichen Materialien und Durchmessern nacheinander erledigen und auch über einen längeren Zeitraum autonom arbeiten.

Alles automatisch

Beim Handling und der weiteren Bearbeitung der fertigen Abschnitte bieten Industrieroboter weiteres großes Potenzial. Sie können z. B. die gesägten Teile aus der Maschine entnehmen, sodass auch dieser immer wiederkehrende Arbeitsschritt für die Mitarbeiter entfällt. Zudem lassen sich die Roboter mit den entsprechenden Werkzeugen u. a. zum Entgraten, Fasen, Markieren, Zentrieren oder Messen der Werkstücke einsetzen. Die Abschnitte können gewogen, nach Größe oder Auftrag sortiert und auf Paletten oder in Behälter gestapelt werden. Auch die nahtlose Übergabe an ein fahrerloses Transportsystem (FTS) ist möglich. „Für komplexe Abläufe mit verschiedenen Arbeitsschritten nutzen wir auch Kombinationen aus mehreren Robotern und Spannvorrichtungen“, erklärt Kasto-Fachmann Bühler.

Bei Mengensägen, die nur wenige unterschiedliche Bauteilgeometrien produzieren, lassen sich nachgelagerte Prozesse relativ einfach automatisieren. Etwas anders stellt sich die Lage bei individualisierten Auftragssägen dar, die flexibel zahlreiche Materialien und Abmessungen bearbeiten müssen: „Je größer die Vielfalt, desto herausfordernder ist es, diese im vollen Umfang abzudecken“, bemerkt Bühler. Wichtig ist beispielsweise die optimale Auswahl der Roboterwerkzeuge. Der Roboter sollte mit möglichst wenigen Hilfsmitteln mit sämtlichen zu handhabenden
Objekten zurechtkommen. Das senkt die Anschaffungskosten, verkürzt die Nebenzeiten und erhöht die Produktivität. Anwender können dabei u. a. aus mechanischen, magnetischen oder vakuumbetriebenen Greifern wählen. Diese sollten gleichzeitig so kompakt wie möglich sein, um dem Roboter die maximale Zugänglichkeit zu den Sägeabschnitten zu verschaffen.

Automatisierung und Robotik sind in der Metallverarbeitung rasant auf dem Vormarsch – auch in der Sägetechnik. (Bilder: Kasto)
Robotergestützte Systeme übernehmen im Anschluss an den Sägeprozess immer mehr Arbeitsschritte – von der Entnahme der Abschnitte über Entgraten, Wiegen, Zentrieren und Markieren bis zum Sortieren und Stapeln.
Die Qualität der gesägten Abschnitte ist höher, denn der Roboter bearbeitet alle Teile gleichmäßig und präzise, sortiert sie zuverlässig und stapelt sie sauber ab.
Die Robotertechnik entlastet Mitarbeiter von schweren, ermüdenden und monotonen Tätigkeiten und senkt die Unfall- und Verletzungsgefahr.


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Bericht in folgenden Kategorien:
Roboter, Handhabungsroboter, Sägen, Kreissägemaschinen

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